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Weinregionen · Deutschland

Rheinhessen

Am Roten Hang bei Nierstein leuchtet die Erde rostrot, als hätte jemand Ziegel zu Pulver gemahlen. Es ist Tonschiefer aus dem Rotliegenden, und er fällt steil zum Rhein ab – ein Streifen, der mit dem sanften Hügelland im Rest Rheinhessens wenig gemein hat. Dahinter beginnen Löss und Kalk, das größte Anbaugebiet Deutschlands, lange unterschätzt.

Unsere Rheinhessen-Weine kommen von drei Weingütern: Kühling-Gillot aus Bodenheim und Schätzel aus Nierstein, beide mit Lagen am Roten Hang, und Battenfeld-Spanier aus Hohen-Sülzen im Süden, wo der Kalk den Ton angibt. Fast alles davon ist Riesling. Die Auswahl reicht vom Gutswein für den Alltag bis zu Lagenweinen, die viele Jahre Keller vertragen.

Gemäßigt · Lössboden · Kalkstein

Typische Rebsorten: Riesling, Pinot Blanc, Pinot Gris

49Weine
3Winzer
ab 9,50 €Preis

Am Roten Hang bei Nierstein leuchtet die Erde rostrot, als hätte jemand Ziegel zu Pulver gemahlen. Es ist Tonschiefer aus dem Rotliegenden, und er fällt steil zum Rhein ab – ein Streifen, der mit dem sanften Hügelland im Rest Rheinhessens wenig gemein hat. Dahinter beginnen Löss und Kalk, das größte Anbaugebiet Deutschlands, lange unterschätzt.

Unsere Rheinhessen-Weine kommen von drei Weingütern: Kühling-Gillot aus Bodenheim und Schätzel aus Nierstein, beide mit Lagen am Roten Hang, und Battenfeld-Spanier aus Hohen-Sülzen im Süden, wo der Kalk den Ton angibt. Fast alles davon ist Riesling. Die Auswahl reicht vom Gutswein für den Alltag bis zu Lagenweinen, die viele Jahre Keller vertragen.

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49 Weine im Sortiment

Schätzel Steiner Silvaner 20-23
Schätzel
RheinhessenBio

Schätzel Steiner Silvaner 20-23

Silvaner · Trocken · jetzt trinkbereit

Goldgelb. Kräuternoten, Quitten, roter Schiefer und eine erdige Würze.

Die Winzer dieser Region

Kühling-Gillot · Battenfeld-Spanier · Schätzel

Warum Rheinhessen zwei Rieslinge kennt

Lange war Rheinhessen ein Name für Masse. Aus seinen Hügeln kam ein großer Teil der lieblichen Weine, die im Ausland als deutscher Wein galten. Dass die Region heute anders wahrgenommen wird, verdankt sie Winzern, die sich auf ihre besten Böden besonnen haben – und davon gibt es zwei sehr verschiedene. Beide liegen am Rand der Region, nicht mitten im Hügelland zwischen Mainz, Bingen und Worms.

Der eine ist der Rote Hang zwischen Nackenheim und Nierstein. Das Rotliegende ist hier ein eisenhaltiger Tonschiefer, der sich schnell erwärmt und wenig Wasser hält. Die Rieslinge daraus sind würzig, oft mit einem kräutrigen, leicht rauchigen Zug. Kühling-Gillot bewirtschaftet dort Lagen wie Pettenthal, Hipping und Ölberg. Schätzel arbeitet ebenfalls in Nierstein und macht Weine, die eher still und präzise wirken als laut.

Der andere liegt im Süden, im Wonnegau. Um Hohen-Sülzen ist der Boden hell und kalkig, und Battenfeld-Spanier holt aus ihm Rieslinge, die kühl, straff und sehr klar sind. Wer einen Riesling vom Roten Hang und einen vom Kalk nebeneinander ins Glas gießt, schmeckt den Unterschied ohne Etikett.

Jung oder gereift

Die Gutsweine der drei Häuser sind jung schon offen und für den Alltag gemacht. Die Lagenweine, gerade vom Kalk, brauchen Zeit; manche wirken in den ersten Jahren fast spröde. Weil einige ältere Jahrgänge im Sortiment sind, muss man nicht selbst warten. Zu jedem Wein steht, wann er am meisten zeigt.

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