Heinrich Gabarinza 2016
„Gabarinza“ heißt eine alte Ried am Golser Hügelzug – und diese Cuvée von Heike & Gernot Heinrich ist eng an sie gebunden: tief im Boden, tief im Jahrgang. Zweigelt bildet das Rückgrat, ergänzt um Blaufränkisch und Merlot; gearbeitet wird biodynamisch und mit Geduld. Der 2016er steht zwischen burgenländischer Frucht und der Struktur großer Bordeaux-Vorbilder, ohne sich für eine Seite zu entscheiden – gereift, tiefgründig und noch lange nicht am Ende.
Verkostung
Sinneseindruck
Farbe
Tiefes Rubinrot mit violetten Reflexen
Nase
Noten von Cassis, Pflaume, dunkler Schokolade und einem Hauch Zeder.
Rote und schwarze Kirschen, Brombeere und Cassis, dazu Tabak, dunkle Schokolade und ein Hauch Zeder. Die Reife hat das Bukett fest verwoben: Frucht und Würze sind nicht mehr zu trennen, darunter liegt die feine, kühle Mineralität der Ried Gabarinza.
Gaumen
Kräftige Struktur, reife Tannine, langer anhaltender Abgang. Jetzt gut – aber auch noch für Jahre geeignet.
Vollmundig, mit reifem, elegantem Tannin und einem sehr langen, würzigen Abgang. Die Frische des Jahrgangs hält den Wein aufrecht – jetzt in idealer Trinkphase, aber mit Substanz für weitere Jahre. Zu Wild, Lammkeule oder gereiftem Hartkäse ein souveräner Begleiter.
Details
Steckbrief
- Land
- Österreich
- Hersteller
- Heike & Gernot Heinrich
- Region
- Burgenland/Neusiedlersee
- Rebsorte
- Blaufränkisch/Lemberger, Merlot, Zweigelt
- Süße
- Trocken
- Jahrgang
- 2016
- Flascheninhalt
- 750 ml
- Alkoholgehalt
- 13 % vol
- Ungeschwefelt
- Ja
- Zertifizierung
- EU-Bio zertifiziert
- Bio-Kontrollstelle
- AT-BIO-402
Weinprofil & Trinkreife
Charakter & Reife
Auf einen Blick
Lagerung & Reife
Ernte 2017–2026
Optimal 2029
Maximum
Am Tisch
Speisebegleitung
Wild & Reifekäse
Die kräftige Struktur und reifen Tannine dieses Gabarinza verlangen nach Gerichten mit Gewicht: Rehrücken mit Wacholderjus, Rinderschmorbraten oder ein Ragù aus Wildschwein. Zu gereiftem Comté oder einer Trüffelpolenta zeigt er seine Cassis- und Zedernnoten von einer anderen Seite. Für die nächsten Jahre gelagert, passt er zu Gerichten mit noch mehr Tiefe – jetzt schon ein Wein für die große Tafel.
Lammkeule & Kräuterkruste
Lammkeule mit Kräuterkruste aus Thymian, Rosmarin und Senf, langsam im Ofen gegart, dazu ein Polenta mit Gorgonzola. Das reife, elegante Tannin des Gabarinza umspielt das fettreiche Lamm, die Cassis-Noten im Bukett finden in der Kräuterkruste ihr Echo. Die kühle Mineralität im Finish bereitet den Gaumen auf die cremige Polenta vor.
Reifekäse & dunkle Schokolade
Ein Teller mit gereiftem Pecorino oder Parmigiano Reggiano, dazu dunkle Schokolade mit 70% Kakao und geröstete Mandeln. Die dunkle Schokolade im Bukett des Weins findet hier ihr direktes Echo, das reife Tannin strukturiert den Schmelz des Käses. Ein Abschluss, der die Lagerfähigkeit des 2016er feiert.
Das Weingut
Heike & Gernot Heinrich
Gernot und Heike Heinrich bewirtschaften in Gols im österreichischen Burgenland eines der bedeutendsten Biodynamik-Weingüter Österreichs. Auf 90 Hektar Rebfläche entstehen kraftvolle Rot- und Weißweine aus Blaufränkisch, Zweigelt und Weißburgunder, die international höchste Auszeichnungen erhalten. Das Weingut ist…
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Fragen & Antworten
Über diesen Wein
Bei welcher Temperatur servieren Sie diesen Wein am besten?
Bei 16–18 °C. Kälter wirkt er verschlossen, wärmer verliert er an Frische.
Welches Glas passt?
Ein großes Rotweinglas mit weitem Kelch, damit der Wein Luft bekommt.
Wie lagern Sie die Flasche?
Liegend, dunkel und kühl bei 10–14 °C. Geöffnet hält er sich mit Verschluss ein bis zwei Tage im Kühlschrank.
Sollte der Wein dekantiert werden?
Ja, vorsichtig – ältere Flaschen können Depot haben. Kurz vor dem Servieren umfüllen.
Wann ist der Wein trinkreif?
Der Jahrgang 2016 zeigt sich etwa von 2017 bis 2029 von seiner besten Seite.
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